Projektor Testsieger: Die besten Beamer im Test der Stiftung Warentest 06-2018

Rechtzeitig zur Fußball-WM 2018 hat die Stiftung Warentest 10 DLP- und 5 LCD-Beamer getestet, darunter 12 Langdistanz-Projektoren, 3 Kurzdistanz-Beamer und 2 Laserbeamer. Obwohl sich keiner der getesteten Beamer aufgrund unzureichender Tageslichteignung als Public Viewing fähig erwiesen hat, blieb den Projektoren im Test der Stiftung Warentest ein ähnlich beschämendes Abschneiden wie der Deutschen Fußball Nationalmannschaft in Beamer Testsieger 2018Russland erspart. Hat sich der Deutschland-Fan im Vorfeld der WM einen Beamer gekauft, so hat er das dafür investierte Geld zum Fenster hinaus geworfen. An den Fähigkeiten der getesteten Beamer liegt dies nicht, weiß die Stiftung Warentest in ihrem Projektor Test 06/2018 zu berichten. Die Testverlierer heißen Löw, Bierhoff und DFB, denn sie projizierten ein sehr schlechtes Bild von Deutschland in die Welt hinaus. Genau wie die einst so hoffnungsvoll gestarteten LED-Beamer, sollte man auch die Verantwortlichen für die große nationale Fußball-Katastrophe von 2018 schleunigst vom Markt nehmen. Immerhin dürften die teilweise recht hohen Preise der getesteten LCD- und DLP Beamer kurzfristig etwas fallen. Das Angebot an preisgünstigen Projektor-Rückläufern sollte schlagartig zunehmen, denn das deutsche Team ist vor Ablauf der Rückgabefrist aus dem Turnier geflogen. Dies konnte die Stiftung Warentest freilich nicht ahnen, als sie 15 gängige Beamer zum Test einbestellte. Guter Dinge testete man für das Testheft 06-2018 Bildqualität, Handhabung und Umwelteigenschaften der Projektoren. Nichts böses ahnend, kürte man den besten Beamer zum Testsieger, um dem Fußball-Fan eine Projektor Empfehlung an die Hand geben zu können. Dass dieser Schuss nach hinten los ging, liegt weder an den getesteten Projektoren, noch am Beamer Test der Stiftung Warentest.

Beamer Test: Kurzdistanz-Beamer I Langdistanz-Beamer I LED-Beamer I Laser-Beamer I Beamer Ratgeber

15 Beamer im Test der Stiftung Warentest

Tolle Beamer gibt es so viele wie deutsche Feldspieler auf dem Platz. Dies schreibt die Stiftung Warentest in ihrem Testheft 06/2018. Was will uns die Stiftung Warentest damit sagen? Echt kernige Deutsche spielen schon lange nicht mehr in der deutschen Nationalelf und die wenigen Feldspieler mit deutschen Wurzeln zahlen ihre Steuern im Ausland. Wirklich toll hat Jogis Gurkentruppe auch nicht gespielt. Eigentlich hat sie die Arbeit gänzlich verweigert. Meinte die Stiftung Warentest den Spruch sarkastisch? So nach dem Motto: Kauft euch lieber einen Fernseher, denn die von uns getesteten Beamer sind mit den Qualitäten deutscher Nationalspieler vergleichbar?! Der eigenen Aussage widersprechend, hat die Stiftung Warentest 10 der 15 getesteten Beamer für gut befunden und sogar zwei Testsieger gekürt. Ach so, es ging der Stiftung Warentest nur um die Anzahl 10. Eine Wertung war mit der Aussage nicht verbunden...
Getestet hat die Stiftung Warentest 12 klassische Beamer und 3 Kurzdistanzbeamer. Unter den klassischen Ferndistanz-Beamern finden sich 4 fein und flüssig agierende LCD-Projektoren und 8 kräftige DLP-Beamer. Unter den 3 Kurzdistanzbeamern befindet sich ein LCD-Beamer. Eine klare Aussage bezüglich der besseren Technologie vermag das Testergebnis der Stiftung Warentest leider nicht zu treffen. Grundsätzlich sollten LCD-Beamer schnelle Bewegungen flüssiger darstellen, während DLP-Beamer ihre Stärken im Rahmen von Präsentationen ausspielen. Aber das scheint letztlich Theorie, denn was die einzelnen Hersteller in der Praxis daraus machen, steht auf einem anderen Blatt.
Die mit Quecksilberdampflampen befeuerten DLP- und LCD-Beamer ließen die zwei getesteten Laser-LCD-Beamer weit hinter sich im Testergebnis zurück. Obwohl als Sondermüll zu entsorgen, bieten sie bei wesentlich besserem Preis-Leistungsverhältnis, ein ebenbürtiges Bild. Gute Beamer mit Hochdruck-Quecksilberdampf-Lampe kosten im Vergleich zum Laser-Beamer nur rund 1/5.

Kurzdistanz-Beamer

Langdistanz-Beamer I LED-Beamer I Laser-Beamer I Beamer Ratgeber

Kurzdistanz Projektoren stehen recht nah vor der Leinwand, während Ultra-Kurzdistanz-Beamer direkt vor der Beamer-Leinwand positioniert werden. Da die unmittelbar vor der Leinwand platzierten Kurzdistanz-Beamer das Bild senkrecht nach oben werfen, muss die Leinwand absolut eben und sauber sein. Jeder noch so kleine Mückenschiss täte einen riesigen Schatten im Bild zur Folge haben. Dies ist nicht mit jeder Projektorfläche zu bewerkstelligen. Insbesondere leichte Rollleinwände und Rauhfaser-Tapeten sind gänzlich ungeeignet, das Bild des Kurzdistanz-Beamers darzustellen. Eine gespannte Leinwand ist nahezu unabdingbar, während das Bild des Langdistanz-Beamers sogar auf der Rauhfaser-Tapete genießbar bleibt.
Böte der Kurzdistanzbeamer unterdes keine Vorteile, gäbe es ihn wohl nicht. Der Kurzdistanz-Beamer steht nicht mitten im "Kinosaal" herum und verschandelt auch nicht die Zimmerdecke. Unauffällig vor der Beamerleinwand postiert, lassen sich die Kabel des Ultra-Kurzdistanz-Beamers gut verstecken. Stolperfallen mitten im Raum, wie beim normalen Langdistanzbeamer, gibt es beim Ultra-Kurzdistanzbeamer nicht. Der wohl größte Vorteil besteht darin, dass der Zuschauer direkt vor der Leinwand sitzen, tanzen und herumturnen kann, ohne das ausgestrahlte Bild zu blockieren. Live-Konzert Mitschnitte, Fitness-Videos oder unmoralische Filme lassen sich so viel besser genießen, denn man muss dabei nicht in einer Zimmerecke verweilen, sondern kann direkt auf Tuchfühlung gehen.
Kurzdistanz-Beamer sind natürlich prädestiniert für kleinere Räume, welche keinen großen Abstand zwischen Projektor und Leinwand erlauben. Ihre Vorteile spielen sie aber auch in großen Wohnräumen aus. Leider sind einige der erhältlichen Kurzdistanzbeamer bestenfalls Mitteldistanz-Beamer und können nicht direkt vor der Leinwand positioniert werden. Vor dem Kauf eines Kurzdistanz-Beamers gilt es deshalb unbedingt einen Blick in dessen Datenblatt zu werfen. Dort sollte das jeweilige Verhältnis von Wandabstand und Bilddiagonale idealerweise genau definiert sein. Die Stiftung Warentest hat übrigens keine Ultra-Kurzdistanz-Beamer getestet, sondern jene Kurzdistanzbeamer, welche wir abfällig als Mitteldistanz-Beamer titulieren. Sie lassen den Ordnungssinn der Ultra-Kurzdistanz-Beamer missen, denn wie beim normalen Beamer, lassen sich auch beim sogenannten "Kurzdistanz-Beamer" die Kabel nicht verstecken.
Ein Kurzdistanz-Beamer ist im Vergleich zum normalen "Langdistanz-Beamer" deutlich teurer. In Punkto Lautstärke und Energieverbrauch nehmen sich die beiden Projektor-Gattungen nicht viel. Den Einfall von Tageslicht verträgt der Kurzdistanz-Beamer genau so wenig wie der Langdistanz-Projektor.

3 Kurzdistanz-Beamer im Test der Stiftung Warentest

Auf der folgenden Seite finden sie die Testtabelle zu den drei von der Stiftung Warentest getesteten Kurzdistanzbeamern. Darin verweisen wir auf die im Internet verfügbaren Erfahrungsberichte. Die Erfahrungen glücklicher und unglücklicher Beamer-Besitzer helfen dabei, den richtigen Kurzdistanz-Beamer zu kaufen. Private Erfahrungsberichte entspringen individuellen Anforderungen und einzigartigen örtlichen Gegebenheiten, so dass deren Aussagekraft jeden Beamer Test übertrifft. Ein Beamer Testbericht der Stiftung Warentest ist dank seiner Objektivität, im spezifischen Einzelfall so wertvoll wie eine Flasche leer.

Langdistanz-Beamer

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Um den guten alten Beamer vom Kurzdistanz-Projektor zu unterscheiden, bezeichnet ihn die Stiftung Warentest als Langdistanz-Beamer. Der Langdistanz-Beamer steht mitten im Raum, ca. 2-4m vor der Beamer-Leinwand. Alternativ kann man ihn im gleichen Abstand mit einer Beamer-Halterung an der Zimmerdecke befestigen. In beiden Fällen stören die zu ihm führenden Kabel doch ungemein. Bestenfalls bieten sie nur einen unschönen Anblick, während sie schlimmstenfalls auch als Stolperfalle für Unmut sorgen. Neben dem Netzkabel braucht es mitunter ein Netzwerkkabel oder ein HDMI-Kabel. Beamer mit Akku findet man eher selten und die Zuspielung von hochauflösenden Videos per WLAN, scheitert zumeist an den zu niedrigen Übertragungsraten, aber auch an den unausgegorenen HDMI-MHL-WiFi-Dongles.
Steht der Beamer mitten im Raum, steht er oft auch näher am Ohr. Grundsätzlich genau so laut wie der Nahdistanz-Beamer, könnte er also lauter erscheinen. Wird das Bild geradeaus auf die Leinwand projiziert, können kleinere Unebenheiten auf der Leinwand keine Schatten werfen. So verzichten viele Videofreunde mit Langdistanz-Beamer, ohne Reue auf den Kauf einer Beamer-Leinwand und strahlen das Bild direkt auf die Tapete. Sogar eine Rauhfaser-Tapete eignet sich ohne nennenswerte Einbussen bezüglich der Bildqualität als Leinwand-Ersatz. Daraus ergibt sich kein unerheblicher Mobilitätsvorteil für den Langdistanz-Beamer. Er kann auch mal eben im Kinderzimmer oder im Homeoffice eingesetzt werden. Die Neuausrichtung des Bildes geht im Vergleich zum Nahdistanz-Beamer zudem deutlich schneller vonstatten. Der offensichtlichste Vorteil im Vergleich zum Nahdistanz-Projektor, ist unterdes der niedrigere Preis des Langdistanz-Beamers. Im Vergleich zum Nahdistanz-Beamer kostet der klassische Beamer gut die Hälfte weniger, bei grundsätzlich gleichen Bild, Ton und Umwelteigenschaften. Der einfacheren Justierung steht ein unschönerer Anblick gegenüber. Wer einen unauffälligen Platz für seinen Beamer findet, wo auch dessen Kabelei nicht so stört, der sollte unserer Meinung nach zum Langdistanzbeamer greifen!

12 Langdistanz-Beamer im Test der Stiftung Warentest

Die Testtabelle zu den 12 getesteten Langdistanzbeamern finden Sie auf der folgenden Seite. Darin verweisen wir auf die im Internet verfügbaren Erfahrungsberichte zu den einzelnen Beamern, so vorhanden. In ihren Beamer Erfahrungsberichten schildern Filmfreunde die aus ihrem speziellen Umfeld resultierenden Erfahrungen. Diese Beamer Erfahrungen sind mitunter wertvoller als ein Testbericht der Stiftung Warentest, welcher zwar um Praxisnähe bemüht ist, aber individuelle Situationen und Probleme nicht wirklich abbilden kann.

LED-Beamer

Kurzdistanz-Beamer I Langdistanz-Beamer I Laser-Beamer I Beamer Ratgeber

Der hohe Verbrauch der mit Quecksilberdampflampen betriebenen DLP- und LCD-Beamer ließ den Ruf nach einem sparsameren Leuchtmittel aufkommen. Auch die hohen Preise der Ersatzlampen führte zur Frustration nicht weniger Filmfreunde. Eine Ersatzlampe musste man stets im Hause haben, denn von langer Haltbarkeit waren und sind die klassischen Beamerlampen nicht. Nicht auszudenken was passiert, wenn die Beamerleuchte während des WM-Finales kaputt geht und der Gastgeber keine Ersatzlampe im Hause hat. Da wird schnell die Einrichtung zerlegt oder das Haus angezündet.
Eine Lösung schien zunächst der LED-Beamer darzustellen. Dessen Leuchtmittel überlebt in der Regel den Beamer und verbraucht nur ein Bruchteil dessen an Strom, was klassische Beamerlampen verquasen. Leider verschärfte die LED-Technik ein Problem, welches seit je her bei Beamern zu beobachten ist. Je mehr Tageslicht in den Raum einfällt, desto schlechter erscheint das Bild auf der Beamerleinwand. Genügt beim Quecksilber-Giftmüll-Beamer ein absonniger Raum oder ein teilweise abgedunkeltes Fenster, so erfordert der LED-Beamer die vollständige Verdunkelung des "Vorführraumes". Selbst das unter der Übergardine einfallende Restlicht, ließe das Bild auf der Leinwand kontrastarm erscheinen. Während bessere LED-Beamer durchaus für eine Filmnacht geeignet sind, können selbst die Besten unter ihnen am Tage nur frustrieren. Für den Außenbereich sind LED-Beamer gänzlich ungeeignet. Heute findet man die LED-Technik nur noch in den zweifelhaften Mini-Beamern, welche überwiegend von chinesischen Händlern unters Volk gebracht werden. Deren geringe native Auflösung fällt dank der geringen Leuchtkraft der Mini-Beamer gar nicht weiter ins Gewicht. Die wirklich hochwertigen LED-Beamer laufen aus und werden von leuchtstarken aber sündhaft teuren Laser-Beamern ersetzt.
Wer unterdes viel Geld in einen guten LED-Beamer investiert hat, sollte das Beste daraus machen. Hat er einen Weg gefunden, den Vorführraum unkompliziert und vollständig abzudunkeln, sollte dem Filmvergnügen nichts im Wege stehen. Die niedrigen Unterhaltskosten spenden zusätzlichen Trost.

2 Laser-Beamer aber kein LED-Beamer im Test

Kurzdistanz-Beamer I Langdistanz-Beamer I LED-Beamer I Beamer Ratgeber

In Anbetracht dessen, dass sich die LED-Beamer aufgrund unzureichender Leuchtkraft nach und nach vom Markt zurückziehen, hat die Stiftung Warentest auf den Test der sparsamen aber leuchtschwachen LED-Projektoren verzichtet. Sie konzentrierte sich stattdessen auf mittelpreisige DLP- und LCD-Beamer mit Hochdruck-Quecksilberdampf-Lampen, welche trotz aller Nachteile im Vergleich zum LED-Beamer, den alles entscheidenden Vorteil mit sich bringen. Die klassischen Beamer liefern auch bei heller Umgebung ein ordentliches Bild. Lediglich im Freien oder bei direkt einfallender Sonne, stoßen auch die LCD- und DLP-Beamer an ihre Grenzen. Den LED-Beamer zu ersetzen, schickt sich unterdes der Laser-Beamer an. Die Stiftung Warentest hat anstelle der teuren LED-Beamer, erstmals sündhaft teure Laser-Beamer getestet und wohl aufgrund deren unzumutbaren Preise verlieren lassen. Zumindest in Sachen Bildqualität standen die rund 3000 EUR kostenden Laserbeamer nicht hinter den "Billig-Beamern" zurück.

Worauf man beim Beamer Kauf achten sollte

Kurzdistanz-Beamer I Langdistanz-Beamer I LED-Beamer I Laser-Beamer

Man ist schlecht beraten, einfach so den Beamer-Testsieger 2018 der Stiftung Warentest zu kaufen. Auch unseren Beamer Empfehlungen sollten Sie nicht blind vertrauen. Letztendlich ergibt sich der beste Beamer nicht aus einem Testbericht, sondern aus der Situation und den Anforderungen vor Ort. Raumgröße, Lärmtoleranz, Verwendungszweck und Füllstand der eigenen Brieftasche sind nur einige Kriterien, welche beim Kauf des für Sie besten Beamers von Bedeutung sind. Selten braucht der Filmfreund das Beste was laut Stand der Technik verfügbar ist. Viele Errungenschaften sind derzeit noch überflüssig wie ein Kropf. So bieten UHD-Beamer und Laser-Beamer keinen sehenswerten Vorteil, welcher deren hohen Preise rechtfertigen täte. Die Leuchtkraft der Beamerlampe macht das gute Bild und der Lüfter sorgt für den schlechten Ton. Beides bekommt man für viel, aber auch für wenig Geld.
Im folgenden Beamer Ratgeber wollen wir Ihnen dabei helfen herauszufinden, welcher Projektor für Sie der Beste ist.

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Die Beamer-Anschlüsse

Den Netzanschluss setzen wir voraus, weil ein guter Beamer den Strom aus der Steckdose benötigt. Die wenigen Akku-Beamer welche der (chinesische) Markt zu bieten hat, sind leuchtschwach und von kurzer Laufzeit. Der Filmgenuss bleibt beim Akku-Beamer gänzlich auf der Strecke.
Damit der Film in hoher Auflösung zum Beamer gelangt, braucht es geeignete Möglichkeiten der Filmzuführung. Grundsätzlich funktioniert dies via HDMI, LAN, WLAN und USB. Während die Filmzuführung via HDMI, LAN und USB am zuverlässigsten funktioniert, wünschen sich immer mehr Filmfreunde einen guten WLAN-Beamer. Leider kommt es bei der Übertragung hochauflösender Videos zum WLAN-Beamer immer wieder zu Problemen. Das Bild ruckelt und stockt, so dass einem Filmabend schnell die Freude genommen wird. WLAN-Beamer mit integriertem WLAN schneiden unterdes etwas besser ab, als Beamer mit optionalem HDMI-WLAN-Dongle. Die WLAN-Übertragung via HDMI-Dongle ist nicht ausgereift und versagt in der Praxis häufig. Wollen Sie es trotzdem wagen, kaufen Sie Beamer und Dongle stets zusammen, damit Sie ggf. beides wieder zurück senden können! Beamer mit integriertem WLAN sind noch recht teuer, funktionieren aber bisweilen recht gut. Der WLAN-Router sollte unterdes nicht weit entfernt stehen. Bei Nutzung von Wifi Direkt oder Miracast darf der Abstand vom Smartphone zum Beamer nur 1-2 Meter betragen!
Standardmäßig sollte ein Beamer über mind. 2 HDMI Anschlüsse verfügen. Diese ermöglichen den Anschluss von Settop-Box, Blu-ray Player oder Computer. Sicher keine schöne Lösung, aber dafür eine absolut zuverlässige Möglichkeit der Materialzuführung. Insbesondere beim Ultra-Kurzdistanz-Beamer lassen sich die unschönen Kabel ganz gut verstecken! Steht der Beamer mitten im Raum, hat man natürlich unschöne Stolperfallen in großer Zahl, denn diverse Netzkabel addieren sich schließlich auch noch hinzu.
Etwas eleganter und ein guter Kompromiss, stellt die Materialzuführung via LAN (Netzwerkkabel) dar. Wer seine Videothek auf HTPC, NAS oder einer externen am WLAN-Router hängenden Festplatte gespeichert hat, sollte deshalb einen Beamer mit LAN-Anschluss kaufen. Das dünne Netzwerkkabel lässt sich gut verstecken und ermöglicht hohe Übertragungsraten, unabhängig von der Entfernung des Routers. Ist das Smartphone via WLAN mit dem Router verbunden, können so auch die Smartphone-Videos indirekt schnurlos zum Beamer gesendet werden. Dies funktioniert im Gegensatz zu Miracast, Wifi-direkt und HDMI-Dongle absolut reibungslos. Dass ausgerechnet die beiden Beamer Testsieger der Stiftung Warentest den LAN Anschluss vermissen lassen, erscheint uns unverständlich und lässt uns am Testergebnis zweifeln. Da hat man offenbar die Prioritäten falsch gesetzt?!
Die Filmzuführung via USB ist altbekannt, denn schließlich kennen dies die meisten Videofreunde schon von ihrem TV. Dessen integrierter Mediaplayer spielt das via USB-Stick oder USB-Festplatte zugespielte Material klaglos ab. Genau so funktioniert es bei den meisten Beamern. Eine sehr saubere Lösung, denn ein kleiner USB-Stick stört die Ansicht nicht. Zuvor muss man das Material allerdings erst auf den Stick übertragen. Ein Aufwand der erträglichen Art!
Noch immer halten viele Beamer einen VGA-Anschluss bereit. Selten genug wird er für Präsentationen im Büro benötigt. Auch wer am Rechner keinen HDMI-Ausgang mehr frei hat, wird ggf. etwas damit anzufangen wissen?!
Zur Übertragung des Tons auf die heimische Musik-Anlage braucht es einen optischen oder analogen Audioausgang. Eleganter geht es, wenn der Beamer den Bluetooth-Standard unterstützt. So kann der Ton gänzlich ohne Kabelgewirr auf Bluetooth-Lautsprecher, Soundbar oder HIFI-Anlage übertragen werden. Übertragen werden muss der Ton unterdes, denn die integrierten Beamer-Lautsprecher sind selten in der Lage, den Krawall des Beamer-Lüfters zu übertönen. Oftmals bleibt als einzig sinnvolle Alternative, nur die Nutzung eines Bluetooth-Kopfhörers...

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Das Geräuschniveau der Beamer

Ein trauriges Kapitel in jedem Beamer Test, stellt das Geräuschniveau der Projektoren dar. Die Beamerlampen setzten sehr viel Abwärme frei, welche zum Schutze der Technik abgeführt werden muss. Um ihr Pensum zu schaffen, drehen die kleinen Beamerlüfter schnell und laut. Etwas langsamer und nicht ganz so laut, drehen die Lüfter im Eco-Modus. Hier wird die Leistung der Beamerlampen herabgesetzt, so das weniger Abwärme entsteht. Die unangenehme Folge können Sie sich denken. Das Bild verliert an Qualität, was aber mitunter durch das Schließen der Gardinen kompensiert werden kann. Oftmals geht es gar nicht anders, denn bei maximaler Leuchtkraft agieren die meisten Beamer viel zu laut und werden in ihrer Lautstärke nur von der mobilen Klimaanlage übertroffen. Die besten Beamer bieten noch eine dritte bzw. mittlere Krawallstufe, welche gerne verwendet wird. Nichts desto trotz ist vor allem die Lüfterlautstärke für den niedrigen Verbreitungsgrad der Beamer im Vergleich zum Fernseher verantwortlich. Viele Beamer Käufer senden ihren Neuerwerb aufgrund der nicht zu tolerierenden Lüfter-Lautstärke wieder zurück.
Unterdes unterscheiden sich die von der Stiftung Warentest getesteten Beamer durchaus in ihrem Leuchtkraft zu Lautstärke Verhältnis. Und auch wir machten die Erfahrung, dass man mit der Lautstärke einiger Beamer durchaus leben kann. Wirklich leise Beamer gibt es nicht, aber einige Beamer rauschen derart leise und gleichmäßig vor sich hin, dass man sich an das Lüftergeräusch ohne weiteres gewöhnen kann. Einige vergleichsweise leise Beamer heulen in regelmäßigen Abständen auf und wieder ab. Das nervt!
Die Reduzierung des Lüftergeräusches gelingt unterdes nicht nur durch die Wahl des faden ECO-Modus. Auch ein ohrferner Standplatz des Beamers sorgt bedingt für Abhilfe. Während der Ultra-Kurzdistanz-Beamer naturgemäß mehrere Meter vom Ohr entfernt, direkt vor der Leinwand agiert, kann der normale Beamer auf einem Kleiderschrank oder an der Zimmerdecke postiert werden. So treffen die Schallwellen nicht direkt das Ohr!
Alleinstehende Filmfreunde mit Nerv-Beamer können sich unterdes mit einem Over-Ear-Kopfhörer behelfen. Ein Nerv-Beamer mit Bluetooth-Schnittstelle ist diesbezüglich von Vorteil, denn so bleibt der Filmfreund ungebunden.

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Bildhelligkeit und Kontrast der Beamer

Der in Ansi-Lumen angegebene Lichtstrom ist für die Helligkeit des Bildes verantwortlich. Je höher dieser Wert, desto besser kommt ein Beamer mit dem einfallenden Tageslicht zurande. Leider ist der in den Datenblättern vieler Beamer angegebene Lumen-Wert das Papier nicht wert, auf das er gedruckt wurde. Nicht selten übertreiben die Hersteller der Beamer um ein- bis zweitausend Lumen. Offenbar kontrolliert dies niemand. In unserem Test waren wir unterdes von einigen LED-Beamern erstaunt, welche mit nur 400 Ansi-Lumen ein anständiges Bild auf die Rauhfasertapete zauberten. Bei einfallendem Tageslicht verschlechterte es sich allerdings rapide. Von den 2000 bis 3000 Ansi-Lumen leistenden Beamern mit Quecksilber-Leuchtmittel haben wir uns hingegen deutlich mehr versprochen als wir bekommen haben. Wirklich verwirrend war für uns aber die Tatsache, dass z.B. einer der Beamer mit 2200 Lumen besser mit dem Tageslicht zurecht kam, als ein Beamer mit 3000 Lumen. Möchte der Verbraucher einen lichtstarken Beamer kaufen, sollte er den angegebenen Lumen-Wert zwar zur Kenntnis nehmen, sich aber keinesfalls darauf verlassen. Vor dem Kauf eines Beamers gilt es zunächst immer erst die Erfahrungsberichte anderer Filmfreunde durchzulesen, um einen Eindruck von dessen wahrhafter Leuchtstärke zu bekommen. Besonders wichtig erscheint uns der Lumen-Wert im ECO-Modus, denn andere Modis kann man aufgrund der damit verbundenen Lautstärke selten bis gar nicht verwenden.
Auch beim Kontrast arbeiten die Hersteller gern mit wahnwitzigen Werten. Wer ein sattes Schwarz als solches erkennen möchte, kommt mit unabhängigen Beamer Erfahrungsberichten deutlich weiter, als mit einer Kontrastangabe von 23.000:1. Im ECO-Modus kann ein Beamer mit einem max. Kontrastverhältnis von 10.000:1 durchaus die bessere Wahl darstellen. Dies hängt damit zusammen, dass die Hersteller schlicht mit falschen Werten werben, welche aber auch aus ungenormten und abweichenden Messverfahren resultieren.

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Der Abstand zur Wand - Standortwahl des Beamers

Bevor Sie sich einen Beamer kaufen, prüfen Sie zunächst die Eignung des angedachten Standorts. Oder anders herum, prüfen Sie welcher Beamer sich für den angedachten Standort eignet. Muss der Beamer mitten im Raum aufgestellt werden, weil man sich zuvor keine Gedanken gemacht hat, wird die Filmfreude durch Unordnung und laute Lüftergeräusche getrübt. Bevor Sie Ihren Beamer kaufen, empfiehlt es sich korrekt zu messen, aber auch zu rechnen. Soll ein Beamer eine 2,5m breite Leinwand passgenau ausfüllen, braucht es einen bestimmten Abstand zu dieser. Einige Beamer bieten unterdes eine Art optischen Zoom, welcher eine geringe Standplatzvariabilität von einigen Zentimetern ermöglicht. Sicherheitshalber sollte man nicht damit rechnen, sondern sich später darüber freuen, dass man noch ein wenig nachjustieren kann. Hat man sich nämlich bei der Deckenhalterung um ein paar Zentimeter vertan, ist der kleine Zoombereich Goldes wert.
Bei einem etwa 3m breiten Zimmer, kann ein gewöhnlicher Langdistanzbeamer die beste Wahl darstellen. Steht der Leinwand ein Kleiderschrank gegenüber, kann der Beamer darauf betrieben werden. Die Lüftergeräusche tummeln sich unter der Decke und die Kabel verschwinden komplett aus dem Sichtfeld. Fehlt der Kleiderschrank oder ist das Zimmer deutlich breiter, empfehlen wir zumeist den Kauf eines Ultra-Kurzdistanz-Beamers, welcher direkt unter oder über der Leinwand positioniert wird. Eine saubere und ohrferne Lösung, welche nicht nach jeder Nutzung wieder weggeräumt werden muss.
Hat man sich vor dem Kauf des Beamers keine Waffel gemacht oder kurz entschlossen bei einem günstigen Projektor-Angebot zugeschlagen, bleibt oft nur der Griff zur Beamer-Deckenhalterung. So sauber wie auf den Werbefotos ist eine solche Lösung freilich nicht! Zumindest ein Netzkabel stört die Ansicht und auch das Filmmaterial muss irgendwie zum Beamer. Ohne WLAN geht da nichts und WLAN macht oft Probleme! Plant man den Deckenbeamer schon beim Bau des Hauses oder bei der Modernisierung, kann man Steckdose mit LAN-Buchse oberhalb der Beamerhalterung positionieren und hat dann die beste Lösung überhaupt! Pauschalaussagen lassen sich somit schlecht treffen. Alles hängt von Ihrer Situation vor Ort ab. Diese müssen Sie aber auch zur Kenntnis nehmen!

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Die (native) Auflösung der Beamer

Seriöse Hersteller werben immer mit der nativen also echten max. Auflösung. Unseriöse Beamer-Hersteller bewerben ihre Mini-Beamer mit der "darstellbaren Auflösung". So kann ein Beamer mit einer nativen Auflösung von 640x480 Pixeln durchaus in der Lage sein, ein FullHD Video darzustellen. Das FullHD-Video übernimmt dabei aber die schlechte Auflösung des Beamers. Von Bildqualität darf in diesem Zusammenhang nicht gesprochen werden.
Wir empfehlen im Jahre 2018 den Kauf eines HD- oder FullHD-Beamers. Eine native HD-Auflösung von 1280x720 Pixel sollte in der heutigen Zeit vollauf genügen. Im Interesse der Zukunftsfähigkeit werden sich die meisten Filmfreunde unterdes einen FullHD- oder gar UHD-Beamer kaufen. Da braucht man aber auch erst einmal das entsprechende Filmmaterial. Gängige Fernsehsender übertragen noch immer in einfacher HD-Auflösung (720p). Wer aufgrund schmaler Brieftasche Kompromisse machen muss, der sollte sie bei der Auflösung machen! Viel wichtiger sind Helligkeit und Kontrast. Von den leistungsschwachen Mini-Beamern sollte man unterdes die Finger lassen, denn deren native VGA-Auflösung, welche man mitunter dem Kleingedruckten entnehmen kann, eignet sich bestenfalls zur Projektion von Bilderrätseln.

 

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