Die besten Energiestationen im Test

Starthilfegeräte für Benzin- und Dieselmotoren im Vergleich

Nicht jedes Auto wohnt in einer beheizten Garage und kommt in den regelmäßigen Genuss längerer Strecken. Steht es im Winter auf der Straße und wird es nur zum wöchentlichen Einkauf herangezogen, verfällt es alsbald in einen tiefen Winterschlaf. Eis und Schnee konservieren das Auto zwar prächtig, aber Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, entziehen der Energiestationen TestStarterbatterie die Energie. Besonders wenn die Batterie schon einige Winter auf dem Buckel hat, kann sie den Arbeitsplatz ihres Besitzers ernsthaft in Gefahr bringen. Die Industrie macht sich die Angst der Autofahrer zu nutze und stellt geeignete aber auch ungeeignete Starthilfegeräte zu scheinbar günstigen Konditionen bereit. Kann die mobile Starthilfestation für Kleinwagen mit Benzinmotor nicht schlecht genug daher kommen, so sind die Betreiber von Diesel-Fahrzeugen oft angeschmiert. Diesel-PKWs benötigen einen besonders saftigen Energiestoß für einen erfolgreichen Startversuch. Dies hat zur Folge, dass deren Batterien als erstes versagen. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, so erwiesen sich in unserem Starthilfegeräte-Test 2018, neun von zehn Energiestationen, für einen Diesel-Motor als unterdimensioniert. Ist dann im Notfall kein zweites Fahrzeug zur Stelle, gilt es zu Fuß zur Arbeit zu fahren. In unserem Energiestationen Test wollten wir mal schauen, ob sich nicht doch eine Powerstation finden lässt, welche mit gutem Gewissen zum Testsieger für Benzin- und Dieselfahrzeuge gekürt werden kann. Auch die Alternativen zum Starthilfegerät, werden wir in unserem Vergleich vorstellen. Allzeit gute Fahrt!

Gefahren für die Fahrzeugbatterie
und was man dagegen unternehmen kann

Selten erwischt es Vielfahrer, es sei denn deren Batterie hat aus Altersgründen das Zeitliche gesegnet. Häufiger sind notorische Wenigfahrer vom Batterieleerstand betroffen. Steht deren Printe dann im Winter auch noch auf der Straße, ist der frühe Batterietod vorgezeichnet. Ein Auto welches häufig gestartet, aber nur wenig bewegt wird, leidet unter einer geringen Batterieaufladung. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, geben der benachteiligten Batterie den Rest. Der gut gemeinte Ratschlag, auch mal längere Strecken zu fahren, hilft den Betroffenen wenig, denn sie können ja nicht sinnlos durch die Gegend gurken. Schon allein aus ökologischen Gründen verbietet sich dies. Auch der Zeitfaktor spricht oft dagegen. Trotzdem sollte man das Fahrzeug mit Bedacht verwenden und kürzere Strecken zu Fuß absolvieren. Ein Startversuch verschlingt sehr viel Energie, welche erst durch eine 30-minütige Fahrdauer zurück erobert wird. Statt mehrere kleine Einkaufmärkte anzusteuern, sollte man ein weiter entferntes Einkaufszentrum heimsuchen. Dort sollte man statt für 3 Tage, gleich für 2 Wochen einkaufen. Je nach persönlicher Situation, gibt es vielleicht sinnvollere Beispiele, für ein effizientes Batteriemanagement im Winter?!
Zum Batteriemanagement gehört ggf. auch eine kontinuierliche Erhaltungsladung. Die meisten Batterieladegeräte bieten eine entsprechende Option. Dazu wird das Ladegerät dauerhaft an die Fahrzeugbatterie angeschlossen und sorgt dafür, dass deren Füllstand erhalten bleibt. Leider haben viele Straßenparker diese Möglichkeit nicht, denn die nötige Steckdose ist zu weit weg. Auch möchte man die Verlängerungsschnur nicht über einen öffentlichen Gehweg verlegen (Stromdiebstahl und Todesstürze). Ist die Batterie gesund und soll deren Ladung im Sommer für einige Wochen der Abwesenheit konserviert werden, kann ein Solar-Batterieschutz hinter die Frontscheibe gelegt werden. Die kleinen 5W Solarpanele produzieren unter günstigen Bedingungen so viel Strom, dass der Ladezustand der Batterie, lange Zeit über einem kritischen Niveau gehalten werden kann. Im Winter bleiben die "Solar-Batterielader" dagegen wirkungslos, da das Restlicht hinter der zugefrorenen Scheibe, nicht für eine Erhaltungsladung ausreicht.

Ist die Batterie bereits altersschwach und vorgeschädigt, kommt man mit geeigneten Vorsorgemaßnahmen nicht wirklich weiter. Auch wenn man das Auto mangels Garage stets in eine herrliche Winterlandschaft betten muss, hilft oft nur die Notfallausrüstung. Doch wer jetzt an den Verbandskasten denkt, hat unseren Testbericht noch nicht gelesen. Energiestationen beinhalten eine Stromkonserve, welche die Fahrzeugbatterie beim Startversuch unterstützt. In Abhängigkeit von der Motorisierung (Hubraum / Benziner oder Diesel), dem Zustand der Batterie und der Dimensionierung der Energiestation, sollte ein Startversuch gelingen oder aber Ernüchterung und den Verlust des Arbeitsplatzes mit sich bringen. Leider erwiesen sich im Energiestationen Test 2018, viele der Starthilfegeräte im Auslieferungszustand als unterdimensioniert. Während der Kleinwagenführer selten Probleme hat, seinen benzingetriebenen Reißkocher mit einer dieser 50-60 EUR teuren Starthifestationen zu starten, regt sich beim Diesel-PKW trotz Energiespritze, nicht einmal der Anlasser. Im folgenden Energiestationen Test, wollen wir uns den Sorgen und Nöten der sich oft geprellt fühlenden Autofahrer annehmen. Die beste Energiestation  aus unserem Testbericht startet auch großvolumige Diesel-Fahrzeuge! Für Benziner bietet der Handel seit einiger Zeit, multifunktionelle externe Lithium-Akkus an, welche nebenbei auch noch Laptop und Smartphone aufladen können. Die externen Lithium Starthilfegeräte schlugen sich erstaunlich gut und erfreuten im Test mit geringen Maßen und niedrigem Gewicht. Bei Dieselfahrzeugen versagten die Lithium-Starthilfegeräte allerdings aufgrund eines zu geringen Spitzenstroms.

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Der Energiestationen Test im Detail

Das Angebot an Energiestationen ist mannigfaltig. Der Einstieg in die Welt der Starthilfegeräte gelingt recht günstig. Erstaunlicherweise sehen sich die Powerstationen des unteren Preissegmentes zum Verwechseln ähnlich. Der farbenblinde Analphabet könnte sie nicht unterscheiden. Kein Wunder, stammen die Energiestationen doch alle vom selben Hersteller, Die besten Energiestationen im Test, für Diesel und Benziner.dessen Name durch ein fremdes Etikett überklebt wurde. Dies muss kein Nachteil sein, wie unser Testbericht noch zeigen wird. Schließlich bekommt man eine etablierte Starthilfestation zum Kampfpreis. Einzig der Diesel-Fahrer dürfte mit dem schwachbrüstigen Innenleben einer solch günstigen Energiestation, im Ernstfall angeschissen sein. Ist er jedoch in der Lage zwei Schrauben zu lösen und eine stärkere Batterie einzubauen, könnte auch er in den Genuss eines fahrenden Autos gelangen. Ansonsten bleibt dem Diesel-Fahrer nur der Griff zu einer der wesentlich teureren Energiestationen, welche sich im Test wacker geschlagen, aber kläglich versagt haben. Die verbauten Billigbatterien überdauern selten den ersten Winter und müssen ebenfalls getauscht werden. Wer dann einen Garantiefall geltend machen möchte, kann nur hoffen, dass er seine Energiestation beim seriösen Händler erworben hat. Aber nun zum Starthilfegeräte Test 2018:

Die Verarbeitungsqualität der Energiestationen im Vergleich

Wie bereits angemerkt, sehen sich besonders die günstigen Energiestationen verdammt ähnlich. Man könnte meinen sie haben nicht nur die gleiche Mutter, sondern auch den gleichen Vater. Farbe und Schriftzug täuschen ein wenig darüber hinweg, aber es sind eineiige Fünflinge oder gar Zehnlinge. Wir haben sicher nicht alle ausfindig machen und testen können. So soll wohl bei A.T.U noch eine Variante in Orange erhältlich sein?! Für Modeinteressierte, welche eine zur Kleidung passende Energiestation suchen, ein nicht ganz unwichtiger Fakt. Im oberen Preissegment variieren die Gehäuse der Energiestationen recht stark und sehen deutlich kraftvoller aus. Nur selten sind sie es auch. Die Verarbeitung aller zum Vergleich angetretenen Starthilfegeräte hinterlies augenscheinlich einen guten bis sehr guten Eindruck. Keine der Powerstationen musste aus Sicherheitsgründen vom weiteren Test ausgeschlossen werden. Verarbeitungsmängel offenbarten sich erst im Dauertest. Aufgrund ihrer knallbunten Bonbon-Farben, hinterließen die billigen Starthilfegräte keinen sonderlich seriösen Eindruck. In der Abteilung für Kinderspielzeug würden sie gar nicht auffallen, während sie im Regal für Autozubehör unangenehm ins Auge stechen. Der zweite Eindruck ist jedoch ein besserer, wie unser Vergleich gezeigt hat. Schaut man sich eine solche Energiestation im Test genauer an, kann man sich über deren gute Verarbeitung nur verwundert zeigen. Dies war nicht immer so. Das Einstiegsgerät gibt es seit Jahrzehnten und wurde stetig verbessert. Sogar die Abdeckungen von den Anzeigen der sinnfreien Zusatzfunktionen, sitzen heute bombenfest! Diese sind es jedoch, welche die eine oder andere Energiestation etwas kitschig erscheinen lassen. Höherpreisige Starthilfegeräte verzichten ganz auf den nutzlosen Firlefanz oder präsentieren ihn etwas dezenter. Gemeint ist in erster Linie der Kompressor, welcher zwar in seiner Lautstärke an einen Tornado erinnert, eine Ballpumpe aber nicht ersetzen kann.

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Die Wirkung der Starthilfegeräte im Test

Gemeint ist deren Hauptwirkung. Energiestationen dienen der Starthilfe und nicht dem Aufpumpen von Luftmatratzen. Auch Autoreifen sollte man besser mit Fußkraft füllen. Dies geht schneller und funktioniert immer. Um den Haupteinsatzzweck der Powerpacks testen zu können, galt es diese erst einmal aufzuladen. An die Steckdose gehangen, dauerte der Ladevorgang 5-10 Stunden, wobei die gelieferten Starthilfegeräte mehr oder weniger vorgeladen geliefert wurden. Parallel dazu rödelten wir die Batterien unserer Testfahrzeuge runter. Eines dieser Testfahrzeuge war ein Chrysler PT Cruiser 2,2 CRD, dessen Batterie unterm Beifahrersitz verbaut wurde und ab Null Grad die Stromfreisetzung verweigert. Serienmäßig sind bei ihm auch die Starthilfepunkte im Motorraum, welche recht weit auseinander liegen. Einige Starthilfegräte kamen aus Kostengründen mit recht kurzen Starthilfekabeln daher. Zu kurz um Pluspol und Minuspol gleichzeitig erreichen zu können. Es geht aber trotzdem, wenn man das rote Kabel an den Pluspol klemmt und das schwarze Kabel an ein nahe gelegenes Karosserieteil. Siebzehn der 18 Starthilfegeräte versagten im Test auf ganzer Linie und vermochten es nicht, den dieselgetriebenen Pöbel Transporter zu starten. Auch der 2,8l Jeep Wrangler, ebenfalls ein Diesel, konnte nicht mit den noch im Originalzustand befindlichen Energiestationen gestartet werden. Ein VW Golf 3 mit 1,4 Liter Benzinmotor, konnte von 12 der 18 zum Test angetretenen Energiestationen gestartet werden. Bei der Gelegenheit stellten wir fest, das 6 der 18 Testkandidaten, bereits bei Auslieferung defekt waren. Stehen Starthilfegeräte jahrelang in einem Lager herum, kommt es auch bei ihnen zur Tiefentladung. Bekommt man eine solche Starthilfestation geliefert, kann man sie entweder zum Nachbarn übern Zaun werfen, oder aber deren defekte Batterie austauschen. Letzteres taten auch wir und verpassten den Starthilfegeräten bei dieser Gelegenheit ein stärkeres Herz. Die 10Ah Mopedbatterien wurden entnommen, um daraufhin 18Ah Motorradbatterien zu transplantieren. Dies geschah auf eigene Gefahr. Die Garantie ging bei der Gelegenheit den Bach hinunter. Die Hersteller weisen in ihren Sicherheitsbestimmungen zudem mitunter darauf hin, dass ihre Starthilfegeräte nicht für Dieselfahrzeuge, sondern nur für Benziner bis 2500ccm geeignet sind. Dies hängt nicht nur mit den unterdimensionierten AGM- oder Gel-Akkus zusammen, sondern auch mit den stromführenden Leitungen, welche unter Umständen einen zu geringen Querschnitt aufweisen. Wir konnten jedoch in unserem Test keine gefährlichen Situationen verzeichnen. Da die Starthilfekabel an den Energiestationen sehr kurz sind, störte deren geringer Querschnitt nicht weiter. Die Wägelchen starteten sehr schnell und hinterließen eine funktionsfähige, wenn auch entleerte Starthilfestation. Es ist tatsächlich so, dass eine Energiestation nur 1-2 mal verwendet werden kann, bevor sie selbst der Nachladung bedarf. Kleinere Benziner können auch mehrfach gestartet werden. Um die Starthilfestation einsatzbereit zu halten, ist sie nach jedem Start zu laden. Auch bei Nichtnutzung muss die Energiestation einmal im Monat an die Steckdose.

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Starthilfegeräte im Dauertest

Im Dauertest zeigten sich die Energiestationen von ihrer schlechtesten Seite. Die Ursachen waren schnell ausgemacht, denn sie sind hausgemacht. Die verbauten Batterien sind oft von minderer Qualität und halten keinen Winter durch. Hier sollte man auf seine Garantie pochen, auch wenn der Verkäufer behauptet, die Batterie sei ein Verschleißteil und falle nicht darunter. Selbstverständlich hat ein Händler ein solches Gerät auszutauschen oder instand zu setzen. An dieser Stelle der dringende Rat, bei einem seriösen und bekannten Händler zu kaufen. Die Garantie verliert man allerdings, wenn man wie von uns empfohlen, eine stärkere Batterie als die ursprünglich verbaute implementiert.
Eine weitere Ausfallursache im Test, resultierte aus den zu kurzen Starterkabeln aller Starthilfegeräte. Diese zwingen den Hobby-Mechatroniker dazu, den Motorblock als Stellfläche für die Energiestation herzunehmen. Dieser schüttelt das Starthilfegerät während des Starts derart aggressiv durch, dass es den ersten Winter nicht überleben kann. Auch hier verweigern die Hersteller gerne die Garantie, weil sie angeblich nicht für mechanische Schäden haften müssen. Ein verzwickter Fall, den wir in unserem Starthilfegeräte-Test 2018 nicht restlos aufklären konnten. Unser Versandhändler reagierte sehr kulant und nahm eine defekte Powerstation nach 3 Monaten des Einsatzes, gegen vollständige Kaufpreiserstattung zurück. Sogar die Versandkosten wurden erstattet. Günstiger kann man nicht zu seinem Starthilfegerät kommen. Aus den Erfahrungsberichten anderer Starthilfegeräte-Besitzer wissen wir jedoch, dass deren Händler oft die Rückabwicklung bzw. den Garantiefall verweigern. Tatsache ist jedoch, das hat unser Testbericht gezeigt, dass entweder die Batterien der Starthilfestationen innerhalb eines Jahres versagen, oder aber dass die empfindliche Elektronik durch Vibrationen zerstört wird. Das heißt, entweder geht bei der Energiestation ein Verschleißteil kaputt oder es kommt zu einer mechanischen Beschädigung. Möchte man sein Recht durchsetzen, läuft es nicht selten auf einen jahrzehntelangen Rechtstreit hinaus, an dessen Ende der finanzielle Ruin oder der Tod des leidgeprüften Autofahrers zu beklagen ist.

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Das Testergebnis im Starthilfegeräte Test 2018

Energiestationen sind besser als ihr Ruf, aber nicht ganz so gut wie erhofft. Negative Erfahrungsberichte haben im Wesentlichen zwei Gründe. Nicht selten versuchen bettelarme Autofahrer ihre tiefentladene Fahrzeugbatterie mittels Energiestation über den Winter zu retten. Ist die Batterie durch Tiefentladung zerstört, funktioniert dieses Vorhaben nicht wirklich. Ein kräftiges Starthilfegerät kann das Fahrzeug zwar 1-2 mal starten, aber dann ist dessen Mopedakku auch entladen. Die durch Tiefentladung zerstörte Fahrzeugbatterie, lädt sich während der Fahrt nicht mehr auf. Das Liegenbleiben ist vorprogrammiert.
Ein weiterer Grund für schlechte Erfahrungsberichte, aber auch für das durchwachsene Ergebnis in unserem Energiestationen Test, liegt in der Tatsache begründet, dass die Hersteller der bunten Kästen schlicht vergessen, dass sich in Deutschland nicht nur Reiskocher durch die Winterlandschaft kämpfen. Hier bei uns fahren noch richtige Autos! Hubraumstarke Benziner und vor allen Dingen Fahrzeuge mit Dieselmotor, verlangen nach einem Blitzeinschlag möchte man sie zum Leben erwecken. Es wäre ein Leichtes entsprechende Starthilfegeräte bereitzustellen, wie unser Test gezeigt hat. Man müsste nur stärkere 18 bis 22Ah Motorradbatterien in die bunten Powerstationen verbauen, statt der lächerlichen 10Ah Mopedakkus. Die Baugrößen sind identisch, so dass es nur ein Kostenfaktor wäre. Da sich eine Energiestation für 60 EUR leichter verkaufen lässt, als eine Powerstation für 100 EUR, erschienen die meisten Starthilfegeräte viel zu schwachbrüstig zum Test. Der ambitionierte Laie kann und muss sich selbst behelfen, indem er eine schwache Energiestation erwirbt, um ihr dann eigenhändig eine stärkere Batterie zu verpassen. Letztendlich zahlt er das Doppelte und verliert die Garantie. Die wäre wichtig, gehen doch die meisten Energiestationen schon im ersten Winter kaputt. Immerhin kann die entnommene Batterie für die Gartenbeleuchtung oder zum Betrieb einer Alarmanlage hergenommen werden. Energiestationen welche von vorne herein für Dieselfahrzeuge geeignet sind, kosten das 1,5 bis 3-fache. In ihnen sind zwar leistungsstärkere, aber leider auch oft nur minderwertige Motorradbatterien verbaut. Besser ist es deshalb, eine separate Motorradbatterie vom Markenhersteller zu erwerben, um diese bei Bedarf mittels Starthilfekabel mit der Fahrzeugbatterie zu verbinden. Diese Prozedur ist etwas umständlicher, gerade wenn man kalte Hände hat, aber auf lange Sicht Erfolgsversprechender. Auch eine vorhandene Energiestation kann zumeist mittels dazu gekaufter Motorradbatterie, aufgerüstet oder repariert werden. Zumindest in klassischen Starthilfegeräten befindet sich nämlich nichts anderes, als eine Motorradbatterie. Leider selten die Beste...

Alternativen zum Starthilfegerät

Die besten Starthilfegeräte sind nicht gerade günstig. Viele Powerstationen haben sich im Test als wirkungslos erwiesen. Was liegt da näher als nach einer Alternative Ausschau zu halten. Erfreut können wir feststellen, dass es sie gibt, die Alternativen zur Starthilfebox. Einige haben wir erfolgreich testen können, andere haben in unserem Vergleich kläglich versagt. Auch hier hängt wieder viel vom zu startenden Auto ab. Ein großer BMW mit Dieselmotor lässt sich nicht so leicht wach kitzeln, wie eine benzingetriebene Gehhilfe vom Erzfeind aus Ingolstadt. Manchmal aber sind die gebotenen Alternativen zum mobilen Starthilfegerät einfach nur Mist und starten allenfalls die eigene Power-LED. In unserem Testbericht unterzogen wir die nun folgenden Alternativen zur Energiestation, einem kleinen Vergleich.

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Externe Zusatzakkus für Smartphones (Lithum-Akku-Starthilfegeräte)

Ursprünglich haben wir sie gar nicht für voll genommen, die kleinen und leichten externen Zusatzakkus für Smartphones. In einer etwas größeren Version eignen sich die Lithium Akkus angeblich auch zum Starten von Kraftfahrzeugen. Die vielen positiven Erfahrungsberichte haben uns neugierig gemacht. Die können doch nicht alle getürkt sein? In einem separaten Test haben wir einige der multifunktionellen Lithium-Starthilfegeräte getestet. Multifunktionell sind sie auf dem ersten Blick, wie uns die USB-Buchsen verraten. Doch kann man damit auch ein Fahrzeug starten? Ja solange es kein zu großer Diesel ist! Eigentlich waren wir positiv überrascht von den leicht zu händelnden externen Lithium-Akkus. Der begrenzte Spitzenstrom lässt sie zwar am voluminösen Dieselmotor verzweifeln, nicht aber am Benziner und auch gängige Selbstzünder lassen sich damit starten. Sogar mehrfach lassen sich die Autos starten, bevor der "Externe Handyakku" wieder an die Ladestation muss. Sicherheitshalber sollte man es nicht darauf ankommen lassen und das Lithium-Akku-Starthilfegerät nach jedem Einsatz nachladen. Auch eine Tiefentladung gilt es zu vermeiden. Wir sind überzeugt von den vielseitigen Starthelfern und können sie für Benziner generell empfehlen. Der Starthilfegeräte Testsieger für Benzinfahrzeuge 2018, rekrutiert sich aus dem Lager der externen Smartphone-Akkus. Nebenbei sei erwähnt, dass man damit auch Tablet und Handy zum Leben erwecken kann. Interessierte uns diese Tatsache nur am Rande, so stürzen sich die Konsumenten momentan wie verrückt auf diese Zusatzakkus. Wer ohnehin die Anschaffung eines externen Zusatzakkus für seine mobilen Geräte plant und darüber hinaus mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hat, der macht unserer Meinung nach nichts verkehrt, entscheidet er sich für ein etwas kräftigeres Starthilfegerät mit Lithium-Ionen-Akku. Auch Dieselfahrer sollten es einmal ausprobieren, bevor sie zum unhandlichen Testsieger vergangener Tage greifen. Dieser stellt einen höheren Spitzenstrom bereit, welcher zum Start von Dieselaggregaten benötigt wird.

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Solar-Batterielader zum Schutz der Autobatterie durch Erhaltungsladung

Placebos sind in der Lage Menschen zu heilen, wenn diese daran glauben. Autos haben ein ungläubiges Naturell und stehen einem "Solar-Batterieschutz" skeptisch gegenüber. Dabei ist die Idee nicht schlecht und bei entsprechender Solarpanel-Größe durchaus effektiv. Um einen merklichen Ladeeffekt zu erzielen, müsste ein 10W Solarpanel in vollsonniger Lage auf einem Carportdach montiert werden. Geht es nur um eine konstante Erhaltungsladung, genügte auch ein halb so großes Panel oder ein nicht ganz so sonniger Standort. Handelsübliche Solar-Batterielader für das Armaturenbrett, haben sich in unserem Test hingegen als absolut wirkungslos erwiesen. Was in der Theorie funktioniert, scheitert in der Praxis kläglich. Wer sein Auto auf der Straße parken muss, kann sich den vollsonnigen Standort selten aussuchen. Falls doch, so ist er zum Schutze vor Diebstahl zumeist gezwungen, den Solarlader innen auf dem Armaturenbrett, hinter der Frontscheibe zu positionieren. Ausgerechnet im Winter, oh Wunder, friert die Frontscheibe zu und schottet den "Solar-Batterieschutz" von der sonnigen Außenwelt ab. Das ins Fahrzeug dringende Restlicht genügt allenfalls für überhaupt gar nichts! Handelt es sich bei der zu erhaltenden Batterie um die eines kleinen Benziners, welche noch vollkommen intakt ist, und kann der Solarlader in sonniger Lage positioniert werden, so kann man es durchaus mal mit einem Solar-Batterieschutz versuchen. Leider ist die ideale Positionierung nahezu unmöglich. Zudem wird der Solarlader zumeist von Autofahrern erworben, deren Fahrzeugbatterie bereits geschädigt ist. Diese hätten die 30 EUR für den Solar-Batterieschutz, besser in eine im Test für gut befundene Energiestation stecken sollen.

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Fremdstarten mit blanker Gel- bzw. AGM-Motorrad-Batterie

In mobilen Starthilfestationen werden kippsichere AGM- oder Gel-Batterien verbaut, wie sie auch im Zweiradbau zum Einsatz kommen. Diese kann man genau so gut einzeln erwerben, was Vorteile und Nachteile im Vergleich zur Energiestation mit sich bringt. Von Nachteil ist die unkomfortablere Handhabung. Außerdem benötigt man zusätzlich ein Ladegerät und ein Starthilfekabel. Besitzt man bereits beides, lässt sich mit dieser Alternative sogar ein wenig Geld sparen. Andernfalls wird es im Vergleich zur Powerstation deutlich teurer. Der Vorteil liegt im einfacheren Austausch defekter Komponenten. Ist die Batterie dahin, kann sie einfach ersetzt werden. Selbiges gilt für ein durchgebranntes Starthilfekabel. Starthilfegeräte haben sich hingegen im Test, oft als Wegwerfartikel entpuppt. Nur wenige Powerstationen ermöglichen den Austausch der internen Batterie durch Laienhand. Alles andere wäre außerhalb der Garantie unbezahlbar.
Die zu erwerbende Motorradbatterie muss der zu unterstützenden Fahrzeugbatterie, keinesfalls ebenbürtig sein. Die Batterien in den Starthilfestationen sind es auch nicht, wie unser Test heraus gefunden hat. Wer eine leere 55Ah Fahrzeugbatterie zu beklagen hat, dem genügt zum Fremdstarten auch eine 20Ah Motorradbatterie. Deren geringere Kapazität ermöglicht halt weniger Startversuche. Liegen außer dem Batterieleerstand keine weiteren Probleme vor, sollte eine Starthilfe beim ersten Versuch zum Erfolg führen. Möchte man mit der Motorradbatterie einen Dieselmotor starten, sollte sie über gute Hochstromeigenschaften verfügen und für mehrere Sekunden einen Entladestrom von über 700A bereitstellen können. Außerdem benötigt das Starten eines Dieselfahrzeuges, ggf. ein Starthilfekabel mit vergrößertem Querschnitt. Dieser sollte bei einem Kupferkern 25mm² betragen und bei einem Aluminiumkern mit Kupferlegierung 40mm². Im Notfallkoffer vieler Fahrzeuge, befindet sich leider nur ein 16mm² Starterkabel. Ein solches Überbrückungskabel genügt dem Benziner, kann aber beim Startversuch eines Dieselfahrzeuges zu heiß werden und zum Misserfolg führen. Wer im Ernstfall nur ein 16mm² Starthilfekabel zum starten eines Dieselmotors zur Verfügung hat, sollte es ruhig versuchen. Im schlimmsten Fall brennt ein Starterkabel durch, welches ohnehin durch ein besseres hätte ersetzt werden müssen. Oft funktioniert das waghalsige Experiment und der Motor springt an.
Der Motorrad-Gel- bzw. AGM-Akku bietet gegenüber der normalen Blei-Batterie einige weitere unabdingbare Vorteile, weshalb man ihn auch in Starthilfegeräten verbaut. Zwar kann zum Fremdstarten auch ein normaler Blei-Akku herangezogen bzw.- geschleppt werden, jedoch ist dieser nicht kippsicher. Dies ist aber notwendig, möchte man die Zweitbatterie im Kofferraum mitführen. Nur Gel- und AGM-Batterien sind auslaufsicher und frei von Ausgasungen. Eine normale, wenn auch wartungsfreie Blei-Batterie, darf niemals in der Fahrgastzelle oder im Kofferraum mitgeführt werden! Besitzt der Kofferraum eine geeignete Befestigungsvorrichtung und ist das Kofferabteil hermetisch von der Fahrgastzelle getrennt, was fast nie der Fall ist, kann man von diesem Grundsatz abweichen. Die Montage eines Ausgasungsschlauches wäre eine zweite aber fast schon hanebüchene Variante. Nach der Fahrt sollte der Zweitakku aus dem Fahrzeug entfernt und ins Warme verbracht werden. Ansonsten hat man beim nächsten Startversuch zwei leere Batterien. Nach jedem Fremdstart muss die kleine Zweitbatterie unbedingt an ein Ladegerät. Wird sie nicht genutzt, muss sie zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft, einmal im Monat an das Ladegerät.

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Starterkabel + Freundlicher Zeitgenosse mit PKW

Die Zahl der freundlichen Zeitgenossen nimmt stetig ab, woran der zunehmende Raubtier-Kapitalismus nicht ganz unschuldig ist. Trotzdem bleibt dem Havarierten, in unplanmäßigen Notfallsituationen nichts anderes übrig, als auf eine dieser Grinsebacken zu warten. Wenn man weiß, dass man eine altersschwache Batterie besitzt, besorgt man sich natürlich rechtzeitig ein im Test für gut befundenes Starthilfegerät, um sich den Umgang mit einer solchen Person zu ersparen! Leider kommt das Unheil manchmal unverhofft und dann muss man in den sauren Apfel beißen, möchte man seinen Arbeitsplatz nicht riskieren.
Nach der freundlichen, wenn auch scheinheiligen Begrüßung, lassen Sie sich zunächst das Starthilfekabel des freiwilligen Helfers zeigen. Schicken Sie ihn ggf. erstmal in ein Fachgeschäft, falls sich sein Überbrückungskabel als minderwertig heraus stellen sollte. Lässt sich der kleine Benziner zur Not mit dem Haar eines Kupferkopfes überbrücken, so verlangt der Dieselmotors, nach einem höherwertigen Starterkabel.
Nachdem die beiden Fahrzeugbatterien vorschriftsmäßig via Überbrückungskabel miteinander verbunden wurden (erst das rote Kabel, dann das schwarze Massekabel), gilt es zunächst das Spenderfahrzeug zu starten. Nicht nur, aber vor allen Dingen wenn, das Spenderfahrzeug deutlich quackiger wie das Liegengebliebene gebaut ist, sollte es zunächst 10-30min die Umwelt verschmutzen, bevor ein Startversuch unternommen wird. Dieser notwendige Vorlauf haucht der entladenen Batterie etwas Leben ein, und verhindert, dass das Spenderfahrzeug beim Startversuch implodiert.
Wenn der Startversuch von Erfolg gekrönt war, gilt es zunächst das schwarze Massekabel zu entfernen und dann das rote. Vor Fahrtantritt sollte, wenn die Zeit übrig ist, eine Weile gewartet werden, damit sich die Batterie etwas erholen kann. Mit einem feuchten Händedruck, gilt es sich dann bei der Grinsebacke zu bedanken, dessen Starthilfekabel für sich zu beanspruchen und die Fahrt in Angriff zu nehmen. Ist man dann zu Hause angekommen, sollte man als aller Erstes, einen Starthilfegeräte Test der Stiftung Warentest lesen (oder auch den Unseren), um sich sofort den Testsieger daraus zu bestellen.

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Die Gelben Engel vom ADAC, tun dir auch nicht weh (wenn du Mitglied bist)!

Der ADAC ist kein Wohlfahrtsverein, und so bittet er Nichtmitglieder für die Starthilfe ordentlich zur Kasse. Da ist ein Hunderter schnell verbraten. Rot vor Scham braucht man allerdings nicht zu werden, denn die Starthilfe gehört für den ADAC zur Hauptaufgabe, neben dem Waschen der Mitglieder-Fahrzeuge. Kulanterweise eröffnet der ADAC notleidenden Autofahrern oftmals die Möglichkeit, durch das Ausfüllen eines Mitgliedsantrages vor Ort, einer hohen Rechnung zu entgehen. Wer schon Mitglied ist, sollte den ADAC schröpfen wo er nur kann. Er braucht sich kein Starthilfegerät kaufen, sondern kann den ADAC 10x täglich herbei zitieren. Im Falle einer Gold-Mitgliedschaft muss der Gelbe Engel nach gegebener Starthilfe, allen Fahrzeuginsassen die Schuhe putzen.
Für ADAC-Nichtmitglieder gibt es eine wesentlich interessantere Alternative. Auch Taxiunternehmen bieten die Starthilfe als offizielle Dienstleistung an. Für knapp 20 EUR (regional verschieden), kann ein Taxi zwecks Starthilfe bestellt werden. Kaum einer ist über diese Möglichkeit informiert. Mitunter kooperieren Taxiunternehmen auch mit dem ADAC, so dass der Starthilfeservice durch ein Taxi, für Mitglieder des Automobilclubs umsonst ist. Hier gilt es sich aber vorher zu informieren. Wer kein ADAC-Mitglied ist und nicht über eine Energiestation verfügt, sollte im Falle der benötigten Starthilfe, als erstes die Taxizentrale anrufen!

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Lösungen für Deppen: Anschieben und Anschleppen

Dieselfahrzeuge gilt es im 3. Gang anzuschleppen und Benziner im 2. Gang, aber nur wenn das in Gang zu setzende Fahrzeug keinen Katalysator besitzt. Leider besitzen heute alle Fahrzeuge einen Katalysator, so dass die Möglichkeit des Anschleppens und Anschiebens entfällt. Wer freilich in der Wildnis droht zu erfrieren, dem bleibt nichts weiter übrig, wie sich den Kat zu ruinieren. Beim Anschieben eines batterieschwachen Fahrzeuges, gerät unverbrannter Sprit in den Katalysator, welcher sich dort später explosionsartig entzünden kann. Bleibt der Katalysator dabei auch äußerlich unversehrt, so verliert er doch häufig seine Funktion. Das böse Erwachen kommt dann beim nächsten TÜV Termin. Steckt der Mann vom TÜV seinen Pfeifenkopf in den Auspuff und verschmorkelt dieser dabei, wird dem Rennfahrer die Lizenz entzogen. Das Kraftfahrzeug wird an Ort und Stelle stillgelegt. Mit der besten Energiestation aus unserem Test, wäre dir dies nicht passiert!

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