Stiftung Warentest >> Sommerreifen-Test 03/2015

Testsieger im Sommerreifen Test der Stiftung Warentest

ADAC und Stiftung Warentest feilten seit Mitte 2014, am Sommerreifen Test 2015. Gekauft wurden die zu testenden Sommerreifen ab Mai 2014. Produziert wurden die Testkandidaten wahrscheinlich zwischen 2012 und 2013. Aber warum soll es der Stiftung Warentest auch besser ergehen, als dem deutschen Autofahrer? Der bekommt schließlich auch oft abgehangene Schluffen aus dem Vorjahr untergejubelt. Pech ist es natürlich, wenn die zu Beginn des Testberichtes gekauften Reifenmodelle, im Jahre 2015 bereits durch neue Modelle ersetzt wurden. Nicht etwa für die Stiftung Warentest oder den ADAC, sondern Pech für die gelackmeierten Reifenhersteller. Deren "Veränderte Modelle flogen aus dem Test", schreibt die Stiftung Warentest lapidar in Sommerreifen Test Stiftung Warentest 03/2015ihrer kostenlosen Reifentest Vorschau, so als ob sich die Reifenhersteller durch die Überarbeitung ihrer Sommerreifen, eines Verbrechens schuldig gemacht hätten. Zeigte ein getesteter Sommerreifen im Nachtest abweichende Daten, im Vergleich zum ursprünglichen Testergebnis, wurde er von der Stiftung Warentest des Testheftes 03/2015 verwiesen. Dabei spielte es keine Rolle, ob sich die Daten zum Positiven oder zum Negativen gewandelt hatten. Bei zwischenzeitlich geänderten Angaben auf dem EU-Reifenlabel, disqualifizierte die Stiftung Warentest ohne Nachtest.

Welche Meinung soll man sich diesbezüglich bilden? Dieses schändliche Verhalten ist nicht allein der Stiftung Warentest anzulasten, denn schließlich handelte es sich um einen gemeinschaftlichen Sommerreifen Test, durchgeführt mit dem ADAC sowie mit weiteren europäischen Automobilklubs und Verbraucherorganisationen. Trotzdem erachten wir auch das diesjährige Testergebnis als anrüchig. Wozu veröffentlichen denn ADAC und Konsorten jedes Jahr einen Reifentest, wenn die Hersteller für einen regelmäßigen Modellwechsel, mit dem Ziel der Verbesserung des eigenen Produktes, bestraft werden? Dann darf man halt nicht 3 Jahre alte Reifen, ein Jahr im Voraus testen! Begründet hat die altehrwürdige Testinstitution ihr Testgebare, mit den zum Test von Sommerreifen notwendigen Witterungsbedingungen. Oberflächlich betrachtet, durchaus keine unqualifizierte Ausrede! Doch wozu macht man eigentlich einen europäischen Gemeinschaftstest? Gibt es nicht irgendwo in Europa ein Land, welches auch von Januar bis April eine sommerliche Witterung zu bieten hat? Hätte man nicht zur Not den Kontinent wechseln können? Wozu war denn der Wüstenfuchs in Afrika? Wenn sich tatsächlich mehrere europäische Automobilklubs und Verbraucherorganisationen die Kosten für den Sommerreifentest 2015 geteilt haben, hätte der logistische Aufwand kein finanzielles Problem darstellen sollen.
In diesem Zusammenhang muss man auch den frühen Erscheinungstermin des steinalten Testberichtes kritisieren. Hätte man den Reifentest erst zu Pfingsten ausgerollt, hätte es auch noch gereicht. Schließlich fährt der sicherheitsbewusste Autofahrer bis März mit Winterreifen, von April bis Mai mit Ganzjahresreifen und wechselt erst im Juni auf Sommerreifen, um diese bis Ende August auf der Alufelge zu belassen. Nur waghalsige Draufgänger montieren die Sommerreifen schon zu Ostern direkt auf die Stahlfelgen der Winterreifen. Niemand tut dies im Februar. Man hätte also genügen Zeit gehabt, den Sommerreifen Test 2015, mit aktuellen Modellen zeitnah durchzuführen. Hat man aber nicht! Stattdessen feilt man derzeit am Sommerreifentest 2016 und kauft schon mal die Reifen für 2017...

Der Sommerreifentest 2015

Im Sommerreifentest von ADAC und Stiftung Warentest, nachzulesen in der Zeitschrift Test 03/2015, kürte man die besten Sommerreifen in den Größen 185/60 R14 H für Kleinwagen und 205/55 R16 V für Kompakt- und Mittelklasse-PKWs. Sommerbereifung für Bonzenschaukeln blieb außen vor und auch Asphaltkratzer für Umweltbewusste fanden keine Beachtung. Trotzdem maß man dem Ökowahn eine wachsende Bedeutung zu und testete im Reifentest 2015, auch die kompostierbaren Bioreifen einiger Hersteller. Diese wussten sehr wohl, wie das Testergebnis aussehen würde und schickten zur Sicherheit noch ein paar richtige Autoreifen mit Testsieger-Ambitionen zum Sommerreifen Test. Eco-Reifen verdanken ihre Existenz der großen Masse an Ökofritzen, welche nicht von 12 bis Mittag denken können, aber gerne ihre umweltpolitische Weitsicht zur Schau stellen. Das sind die Gleichen, die auch schon unser schönes Deutschland mit Windrädern verunschönt haben, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Anwohner. Wenn da mal ein Ökofritz aufgrund einer Knallpanne an einer deutschen Eiche zerschellt, hat sich der Eco-Reifen bezahlt gemacht!
Nicht jeder Autofahrer geht zum Wohle der Umwelt über die eigene Leiche und so fallen auch die Testergebnisse der Öko-Reifen entsprechend durchwachsen aus. Im Vergleich zu den vollwertigen Sommerreifen, hatten die Ecoreifen keine Chance. Wobei es durchaus vorkam, dass der Ecoreifen des einen Herstellers, besser war als der konventionelle Sommerreifen eines anderen Erzeugers. Grundsätzlich aber, verbrauchen die kompostierbaren Eco-Reifen, genau so viel Sprit im Vergleich zu den Sommerreifen, leisten sich aber Schwächen auf nasser Fahrbahn, auf trockener Fahrbahn, beim Handling, beim Verschleiß, beim Abrollkomfort und bei der Geräuschentwicklung. Zudem sind die Reifen vom Biobauer vergleichsweise teuer. Unser Tipp: Wer der Umwelt etwas gutes tun möchte, besser gesagt etwas weniger schlechtes, möge sich runderneuerte Sommerreifen kaufen. Deren stark reglementierte Herstellung wird strengstens überwacht und findet zumeist in Deutschland statt. Runderneuerte Sommerreifen sind allemal sicherer, als die in Kinderhandarbeit geschnitzten Chinakracher. Leider haben die Neureifenlobbyisten den runderneuerten Reifen, ein derart negatives Image angehängt, dass kaum ein deutscher Autofahrer unseren Rat beherzigen wird. Nicht unser Problem! Allerdings geben wir unverhohlen zu, dass auch wir uns keine runderneuerten Sommerreifen auf die Felgen ziehen, sondern alle 8 Jahre neue Ganzjahresreifen kaufen!
Die jahreszeitspezifische Bereifung, ist unserer Meinung nach, das Produkt gezielter Panikmache, betrieben von Reifenherstellern und Reifenhändlern, unterstützt von Testsinstitutionen wie ADAC, Auto Bild und GTÜ. So haben ADAC und Stiftung Warentest schon lange keinen separaten Ganzjahresreifen Test mehr durchgeführt, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, einen Allwetterreifen Testsieger küren zu müssen. Stattdessen zog man zwecks Vergleich unter Extrembedingungen, ein paar Ganzjahresreifen zum Winterreifen Test und ein paar Allwetterreifen zum Sommerreifentest hinzu. Diese Reifentests finden bei besonders spezifischen Bedingungen statt und ignorieren das wechselhafte mitteleuropäische Mauschelwetter. Diesem würde der spezifisch bereifte Autofahrer nur gerecht, wechselte er seine Winter- und Sommerreifen ständig hin und her. Macht er aber nicht und ist somit sehr häufig großen Gefahren ausgesetzt, während der ganzjahresbereifte schlaue Fuchs, lediglich im Extrembereich etwas sorgfältiger agieren muss. Trotz markiger Sprüche wie "Finger weg von Ganzjahresreifen im Winter" oder "eine zu große Gefahr für die Verkehrssicherheit der Fahrer" (ADAC - Winterreifentest 2014), fahren mittlerweile 32% der deutschen Autofahrer, dauerhaft mit Ganzjahresreifen. Weitere 5% trauen sich mit runderneuerten Ganzjahresreifen auf die Piste. Immerhin noch knapp 50% der Autofahrer, lassen sich von der Panikmache der Reifen- und Testindustrie auf Linie bringen und tauschen ihre Reifen 2x jährlich hin und her. Oft zu früh oder zu spät. Schade!

 

Die besten Sommerreifen 2015

Die Nutzung jahreszeitspezifischer Reifen entbehrt nicht in jedem Falle jeglicher Grundlage. Wer zum Beispiel im Gebirge wohnt und auch im Winter pünktlich am 20km entfernten Arbeitsplatz antreten muss, kommt nicht um einen Satz Winterreifen, in Ergänzung zu seinen Ganzjahresreifen, herum. Lediglich Sommerreifen, die braucht wirklich niemand! Um den Autofahrer vom Gegenteil zu überzeugen, testeten ADAC und Stiftung Warentest, auch im Jahre 2015 wieder, 35 Sätze der überflüssigen Sommerreifen. Das Ziel bestand darin, die Testsieger der gängigen Reifengrößen 185/60 R14 H und 205/55 R16 V zu küren, in erster Linie aber den Sommerreifen Absatz anzukurbeln. Denn nur wer Sommerreifen kauft, kommt aufgrund der Winterreifenpflicht, nicht um einen Satz Winterreifen herum. Die besten Sommerreifen nach Meinung der Stiftung Warentest, sind nicht immer die Testsieger der Herzen! Um die wahrhaft besten Sommerreifen einer Größe ausfindig zu machen, lohnt es sich im Folgenden, die Erfahrungsberichte zu den aufgezählten Testsiegern aufzurufen!

Lässt sich das Testergebnis auf andere Reifengrößen übertragen?

Ungeachtet dessen, ob man den Sommerreifen Test von ADAC und Stiftung Warentest ernst nehmen kann oder nicht, zeigt das jeweilige Testergebnis, dass man es nicht auf andere Reifengrößen projizieren kann. Statik und Eigenschaften eines Reifens, ändern sich mit seiner Größe. Es bringt nichts, dem Testsieger der einen Größe, eine weitere Rille zu verpassen, damit er auch als bester Breitreifen aus dem Reifentest hervor geht. Wer also Sommerreifen der Größe 195/65R15 91H benötigt, kann den aktuellen Testbericht von Stiftung Warentest und ADAC, unter Ulk verbuchen. Eigens für jede Reifengröße, muss von der Gummimischung bis hin zum Profil, ein völlig eigenständiger Reifen konstruiert werden, sollen damit die Fahrer aller sozialen Schichten, sicher unterwegs sein. Nach hinten geht es deshalb los, wenn ein Reifenhersteller schon 2015 weiß, in welcher Größe die Sommerreifen des Jahres 2016 getestet werden. Er konzentriert dann seine Ressourcen auf die Perfektionierung der Reifen einer speziellen Größe und vernachlässigt alle anderen Dimensionen. Schließlich verkauft er gute und schlechte Reifen unter der gleichen Produktbezeichnung, wird Sommerreifen Testsieger 2016, bringt aber Millionen Autofahrer in Lebensgefahr, welche mit einer anderen als der getesteten Reifengröße unterwegs sind.
Glücklicherweise gibt es nicht nur den Sommerreifen Test von ADAC und Stiftung Warentest. Weitere honorige Testinstitutionen wie Auto Bild, Auto Zeitung, GTÜ, ACE und ÖAMTC, testen ebenfalls Sommerreifen und kommen nicht selten zu einem anderen Testergebnis, so sie nicht voneinander abschreiben. Dies liegt nicht nur an der Setzung anderer Prioritäten und an unterschiedlichen Testbedingungen, sondern in erster Linie an der Wahl einer anderen Reifengröße. Auch die Wahl des Testfahrzeuges spielt leider eine große Rolle und lässt eigentlich jedes Testergebnis zur Farce verkommen. Sei es drum, denn der deutsche Autofahrer ist leicht zu beeinflussen und ließt gern Testberichte.
Unserer Meinung nach, geht nichts über die persönlichen Erfahrungen und über die Erfahrungsberichte der anderen Autofahrer. Besonders wenn zu einem Reifenmodell viele und ausführliche Erfahrungsberichte im Internet zu finden sind, toppen diese jeden Testbericht.
 

Folgende Sommerreifen haben Stiftung Warentest und ADAC getestet

Sommerreifen für Kleinwagen in der Größe 185/60 R14 H bis 210 km/h

● Continental ContiPremiumContact 5
● Dunlop Sport BluResponse
● Firestone Firehawk TZ300alpha
● Goodyear Efficient Grip Performance
● GT Radial Champiro Eco
● Hankook Kinergy Eco K425
● Infinity Ecosis
● Kumho KH27 Ecowing ES01
● Matador Stella 2 MP 16
● Michelin Energy Saver+
● Nokian Line im Test
● Pirelli Cinturato P1 Verde
● Sava Intensa HP
● Semperit Comfort-Life 2
● Vredestein Sportrac 5
● Yokohama BluEarth AE-01

Sommerreifen für Kompakt- & Mittelklasse-PKWs in der Größe 205/55 R16 V bis 240 km/h im Vergleich

● Bridgestone Ecopia EP001S
● Bridgestone Turanza T001
● Continental ContiEcoContact 5
● Continental ContiPremiumContact 5
● Dunlop Sport BluResponse
● Falken ZIEX ZE914 Ecorun
● Fulda EcoControl HP
● Goodyear Efficient Grip Performance
● Hankook Kinergy Eco K425
● Hankook Ventus Prime2 K115
● Kleber Dynaxer HP 3
● Kumho Solus HS51
● Michelin Energy Saver+
● Michelin Primacy 3
● Nankang Econex Eco-2 Green Sport
● Nokian Line im Test
● Pirelli Cinturato P7 Blue
● Semperit Speed-Life
● Vredestein Sporttrac 5
 

Im Jahre 2014 testeten ADAC und Stiftung Warentest die folgenden Sommerreifen-Modelle

Größe 175/65 R14 T bis 190 km/h: ● Avon ZT5 ● Barum Brillantis 2 ● Bridgestone Ecopia EP 150 ● Continental ContiEcoContact 5 ● Debica Passio 2 ● Falken Sincera SN832 Ecorun ● Firestone Multihawk ● Goodyear EfficientGrip Compact ● Hankook Kinergy Eco K425 ● Kleber Dynaxer HP3 ● Kormoran Impulser b2 ● Michelin Energy Saver+ ● Nokian Line ● Pirelli Cinturato P1 Verde ● Semperit Comfort-Life 2 ● Vredestein T-Trac 2 Test Größe 195/65 R15 V bis 240 km/h: ● Apollo Alnac 4G ● Bridgestone Turanza T001 ● Continental ContiPremiumContact 5 ● Dunlop Sport BluResponse ● Federal Formoza FD2 ● Fulda EcoCon­trol HP ● Goodyear Efficient Grip Performance ● Hankook Kinergy Eco K425 ● High Performer Sport HS3 ● Kumho Kumho Ecowing ES01 KH27 ● Michelin Energy Saver+ ● Nexen N'Blue HD HD ● Nokian Line ● Pirelli Cinturato P1 Verde ● Semperit Speed-Life ● Vredestein Sportrac 5 ● Yokohama BluEarth (AE01D) Test
 

Die GTÜ (Alternative zu TÜV und Dekra) testete 12 Sommerreifen der Größe 205/55 R 16

Im Sommerreifen Test der GTÜ 2015 (ohne wertende Reihenfolge): ● Apollo Alnac 4G ● Continental Premium Contact5 ● Cooper ZEON CS6 ● Dunlop Sport BluResponse ● Fulda EcoControl HP ● Goodyear Efficient Grip Performance ● Kumho ECSTA HS51 ● Nexen N‘blue HD Plus ● Nokian Line ● Pirelli Cinturato P7 blue ● Toyo Proxes CF2 ● Yokohama BluEarth-A AE-50 Erfahrungen

Im Sommerreifen Vergleich der Auto-Bild, wurden folgende 50 (Fünfzig!) Fabrikate getestet:

Im Test 2014: Sommerreifen für Bonzenschaukeln in der Dimension 225/50 R 17 (2015 testete die Autobild 53 Sommerreifen in der Dimension 185/60 R 15. Das Testergebnis ist noch nicht erschienen)

● Pirelli Cinturato P 7 Ecoimpact ● Hankook Ventus Prime 2 ● Michelin Primacy 3 ● Continental SportContact 5 ● Goodyear EfficientGrip Performance ● Bridgestone Turanza T001 ● Point S Summerstar Sport 2 ● General Altimax UHP ● Fulda SportControl ● Sava Intensa UHP ● Dunlop Sport Maxx RT ● Atlas Sport Green ● Kumho Ecsta LE Sport KU 39 ● Nexen N'Fera SU 1 ● Apollo Aspire 4G ● Nokian zLine ● Yokohama Advan Sport V105 ● Uniroyal RainSport 2 ● Matador MP 46 Hectorra 2 ● Fortuna Sport F 2900 ● Platin RP 410 Diamant ● BF Goodrich g-Grip ● High Performer HS-3 ● Kleber Dynaxer HP3 ● Toyo Proxes T1 Sport ● Wanli S-1063 ● Vredestein Ultrac Cento ● Maxxis Pro-R1 ● Semperit Speed-Life ● Meteor HP Sport ● Landsail LS988 ● Star Performer TNG UHP-1 ● Sunny SN3970 ● Firestone Firehawk TZ 300 alpha ● Goodride SV308 ● Nankang NS-20 ● Falken Azenis FK453 ● GT Radial Champiro UHP1 ● Avon ZV5 ● Minerva F105 ● Riken Maystorm 2 b2 ● Cooper Zeon CS6 ● Sonar SX2 ● EP Tyres Accelera Phi ● Hi Fly HF 805 ● Federal Super Steel 595 ● Sunew YS618 ● Pace PC 10 ● Sunitrac Focus 9000 ● Marangoni Verso im Test

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